Qualität
Qualität beginnt vor dem ersten Drucklayer
Ein gutes Druckteil entsteht nicht allein durch eine feine Schichthöhe. Datei, Material, Orientierung, Wandaufbau, Stützstrategie und Einsatzzweck müssen zusammenpassen. Deshalb wird der Auftrag vor der Fertigung auf technische Plausibilität geprüft.

- Dateiprüfung
- vor der Produktion
- Qualitätsstufen
- 0,20 mm und 0,12 mm
- Freigabe
- nach Machbarkeitsprüfung
Was technisch geprüft wird
Die serverseitige Prüfung kontrolliert die bestellrelevanten Datei- und Konfigurationsdaten erneut. Auffällige Geometrien, unklare Einheiten, Bauraumüberschreitungen oder nicht plausible Angaben müssen vor der Produktion geklärt werden.
- Format, Dateigröße, Einheit und Außenmaße
- Geometriehinweise und erkennbare Volumenprobleme
- Material-, Farb- und Qualitätsauswahl
- Besondere Hinweise zu Funktion und Anwendung
Verfahrensbedingte Merkmale offen benennen
Schichtlinien, Stützspuren, kleine Farb- oder Glanzabweichungen und begrenzte Maßabweichungen sind bei FDM nicht vollständig vermeidbar. Auch die Festigkeit kann je nach Schichtrichtung variieren. Diese Merkmale sind bei der Konstruktion und Bewertung zu berücksichtigen.
Die Qualitätsstufe beschreibt vor allem die Schichthöhe. Sie ist keine pauschale Garantie für engere Toleranzen oder höhere mechanische Festigkeit.
Funktionskritische Teile absichern
Für Passungen, Baugruppen, Dauerlast oder wiederkehrende Serien ist ein Testteil sinnvoll. So lassen sich Toleranzen, Orientierung und Material am realen Gegenstück prüfen, bevor weitere Teile produziert werden.
FAQ
Fragen zur Druckqualität
Sind sichtbare Schichten ein Mangel?
Nein, sichtbare Layer gehören grundsätzlich zum FDM-Verfahren. Stärke und Verlauf hängen unter anderem von Schichthöhe, Geometrie und Orientierung ab.
Garantiert 0,12 mm genaue Maße?
Nein. Eine feinere Schichthöhe verbessert vor allem die Abstufung in Z-Richtung. Maßhaltigkeit hängt zusätzlich von Material, Kalibrierung, Geometrie, Orientierung und Nacharbeit ab.
Kann die Eignung für meinen Zweck bestätigt werden?
Nur nach ausdrücklicher technischer Abstimmung. Die Standardbestellung umfasst keine Zertifizierung, FEM-Prüfung oder Freigabe für regulierte beziehungsweise sicherheitskritische Anwendungen.
Anforderungen früh mitteilen
Je genauer Funktion, Belastung, Sichtseite und kritische Maße beschrieben sind, desto gezielter kann die Machbarkeit geprüft werden.